Die Geschichte des Colegio Pestalozzi

 

Am 7. September 1941 wurde die 'Asociación Colegio Pestalozzi' in Lima mit dem Ziel gegründet, den jungen Schweizern in Peru eine den schweizerischen Verhältnissen adäquate Erziehung und Ausbildung zu ermöglichen. Die Versammlung wählte als Präsidenten Bruno Tschudi und als Sekretär Severino Ghezzi. In den folgenden zwei Jahren bestand die Aufgabe darin, eine finanzielle Basis zur Realisierung des Projekts zu bilden. Jedoch nicht nur den finanziellen, sondern auch den pädagogischen Aspekt studierte das Komitee eingehend. Man nahm mit dem Auslandschweizer-Sekretariat Kontakt auf, das den Auftrag erhielt, einen qualifizierten Schulleiter für das Colegio zu finden. Arnold Steiger, Professor an der Universität Zürich, der schon 1939 Lima besucht hatte, nahm sich diesem Anliegen an. Die Idee war, bereits 1942 die Schule mit den Stufen Kindergarten sowie den ersten drei Primarschuljahren zu führen.

Da jedoch zu dieser Zeit der II. Weltkrieg ganz Europa erfasst hatte, war es äusserst schwierig, einen geeigneten Lehrer zu finden. So wurde über das Konsulat Kontakt mit den konsularischen Bezirken von Chile, Bolivien, Argentinien, Kolumbien und Brasilien mit dem Ziel aufgenommen, einen Schweizer Pädagogen zu überzeugen, in Peru den Start zu wagen. Die Anmeldungen, die beim leitenden Ausschuss eingingen, waren allerdings nicht befriedigend. So wartete man auf den Bescheid von Dr. Steiger aus der Schweiz. Endlich kam die Meldung, man habe in der Person von Dr. Konrad Huber, geboren 1915, Bürger von Meilen, die geeignete Person gefunden. Er stammte aus einer traditionsreichen Lehrerfamilie. Sein Grossvater war nach Argentinien emigriert, wo sein Vater in Santa Fé den Beruf eines Magisters ausübte. Da Dr. Huber das Spanische beherrschte und mit der lateinischen Mentalität bestens vertraut war, schien er für diesen Posten der geeignete Mann zu sein. Dazu kam, dass seine Gattin ebenfalls den Lehrerberuf ausübte. So entschloss sich das Komitee, Dr. Huber als ersten Direktor zu wählen.
 

 

Wegen des Kriegs war zu Beginn des Jahres 43 zunächst noch nicht sicher, ob Herr Huber überhaupt nach Lima reisen konnte. Deshalb sahen sich viele Eltern gezwungen, ihre Kinder in anderen Schulen einzuschreiben.

In kurzer Zeit wurde das Lokal an der 'Calle Zela 205' in San Isidro für drei Jahre eingerichtet. Bis zur Ankunft von Herrn Huber wurden die Vorbereitungsarbeiten von Vizedirektor Guillermo Vera Tudela überwacht. Am 30. Mai 1943 erteilte das Erziehungsministerium der Schule die Lizenz. Die Schülerschar zählte zu Beginn 16 Kinder, Ende Jahr waren bereits 26 registriert.

Lilly Bissiger, Juana Althaus, Mathilde Buckingham, Angélica Tello Neira, Direktor und Vizedirektor bildeten 1944 den Lehrkörper.

Im folgenden Jahr (1945) traten Frau Huber als Direktorin des weiblichen Lehrkörpers, Tarcila Díaz, Rosmarie Kolm, Elvira Flores, Hanspeter Hartmann und Padre Clément Perroud ein. Das Colegio zählte zu dieser Zeit vom Kindergarten bis zur sechsten Primarklasse 97 Schüler.

Im März 1946 bildete sich ein Konsortium, die Pestalozzi AG, mit dem Ziel, ein Grundstück zwischen den 'Avenidas' 'Ricardo Palma' und 'Castro Iglesias' zu kaufen, um ein allen Ansprüchen genügendes Bildungszentrum zu erstellen. Im Dezember zog Direktor Dr. Konrad Huber in die Schweiz zurück und wurde durch seinen Namensvetter Karl Huber ersetzt. Das Komitee wählte Sonja Rothenburger und Heinrich Steinemann ins Lehrerkollegium.

Carolina Roca, zuerst Englischlehrerin und später Bibliothekarin, trat im März 1947 dem Lehrkörper bei.

 

 

Im Dezember wurde mit dem Schlussakt zugleich auch das alte Schulhaus verlassen. Man zog nach Miraflores, wo den Lehrern und Schülern ein neues, aus drei Gebäudekomplexen bestehendes Schulhaus zur Verfügung stand.

1948 waren bereits 251 Schüler in den Akten der Schule eingeschrieben.

Zum ersten Mal überstieg die Schülerzahl der Peruaner diejenige der Schweizer.

Bis 1949 wurden sämtliche Kosten von der Schweizer Kolonie getragen. Um die Eltern an den Kosten zu beteiligen, beschloss man, alle müssten Mitglieder der Pestalozzi AG oder der 'Asociación Colegio Pestalozzi' werden.

Im Jahre 1950 wurden zum ersten Mal alle Klassen, vom Kindergarten bis zur V. Sekundarklasse, geführt.

 

1951 war eines der wichtigsten Jahre der Geschichte des Colegio Pestalozzi:

1. Gemischte Klassen wurden eingeführt.

2. Deutsch wurde auf allen Stufen obligatorisch.

Nachdem Ende 1952 Direktor Karl Huber in die Schweiz zurückgekehrt war, begann das Schuljahr 1953 unter dem neuen Direktor Dr. Otto Pfändler.

Er förderte vermehrt den Schulsport. Jeden Samstag hatten sämtliche Sekundarschüler auf dem Sportplatz anzutreten, wo sie sich in den verschiedensten Disziplinen übten.

1954 wurde die Schule baulich erweitert. Vier neue Schulzimmer, eine Küche und ein Materialdepot konnten eingeweiht werden. Ebenfalls führten die Abschlussklassen die erste Promotionsreise nach Cuzco durch.

1955 überreichte die Militärkommission dem Colegio die Standarte für die beste Darbietung in der militärischen Vorschulung.

Der Schüler Paul Ehinger entwarf das Signet der Schule, das die Schüler noch heute mit Stolz auf der Brust tragen.

 

Zu Beginn des Jahres 1956 wurde ein neuer Bürokomplex errichtet, auf den die Aula mit einer Kapazität von 250 bis 300 Personen zu stehen kam. Damit konnte der gestiegene Platzbedarf der Schule befriedigt werden, war die Schülerzahl in diesem Jahr doch auf 536 gestiegen.

Als Neuheit erschien zum ersten Mal der Jahresbericht der Promotion.

1957 wurden die neuen Gebäude (Büro, Aula) eingeweiht, die dank der finanziellen Unterstützung der Schweizer Regierung und der Gesellschaft Winkelried realisiert werden konnten.

Da deutlich wurde, dass die Schüler beim Übertritt in die Sekundarschule zu grosse Schwierigkeiten hatten, führte das Colegio das 6. Primarschuljahr 1958 wieder ein, das 1951 abgeschafft worden war.

Das Schuljahr 1959 begann mit 566 Schülern, davon waren nur noch 110 Schweizer.

1960 wurde Direktor Pfändler für weitere vier Jahre verpflichtet. Die Sekundarschule erfuhr eine Reorganisation. Nach drei Jahren Sekundarschule konnten die Schüler wählen, ob sie sich in naturwissenschaftlicher oder sprachlicher Richtung weiterbilden wollten. Als dritte Option wurde ein Handelskurs angeboten.

Der Schulversuch basierte auf Erfahrungen und Lehrplänen aus der Schweiz.

1961 wurde das Projekt für den neuen Kindergarten, die Einstellhalle für die Busse und eine Wohnung für den Administrator verabschiedet. Realisiert wurde es aber nur teilweise, liess man doch den Neubau des Kindergartens fallen.

Nach 10 Jahren Tätigkeit zog sich Hans Wullschleger als Administrator aus dem Dienst zurück. Federico Lutz ersetzte ihn.

1962 kam es auf dem Direktorenstuhl vorzeitig zum Wechsel. Pierre Monnier übernahm die Leitung der Schule.

1963 wurde der Plan eingeführt, Fächer zweisprachig zu unterrichten. Der Versuch begann im Kindergarten und der ersten Primarklasse. Da dem Deutsch nun eine wichtige Rolle zukam, kontraktierte man Hansruedi Bachmann als Koordinator der Primarschule mit der Aufgabe, die Neuerungen einzuführen und zu überwachen.

1964 wurde die Wirtschaftsabteilung auf der Oberstufe wieder aufgelöst, da der Erfolg bescheiden war.

 

Der Vizedirektor, Guillermo Vera Tudela, erhielt von seinem ehemaligen Schüler, Fernando Belaunde Terry, damaliger Präsident der Republik, 'Las Palmas Magisteriales'.

Am 2. Januar 1965 verstarb der Mitbegründer des Colegios, Guillermo Vera Tudela, der massgeblich am Aufbau der Schule beteiligt gewesen war. Er wurde durch Tarcila Díaz ersetzt.

Am 15. Dezember 1967 trat Pierre Monnier von seinem Amt zurück, um fortan als Lehrer in der Schweiz zu wirken. Als Nachfolger wurde Josef Trost gewählt, der schon vor seiner Wahl einige Jahre an der Schule unterrichtet hatte. Im gleichen Jahr erhielt die Schule vom Bildungsministerium folgende Bewilligungen:

1. Schuljahresbeginn am 15. März. Das Schuljahr aufgeteilt in Trimester.

2. Deutsch und Englisch werden als offizielle Fächer anerkannt.

3. Die amtlichen Prüfungen werden abgeschafft und durch ein internes Prüfungssystem ersetzt.

Am 25. Mai 1968 beging die Schule den fünfundzwanzigsten Jahrestag der Gründung. Dabei ehrte man alle Mitarbeiter, die 20 Jahre und mehr im Colegio gearbeitet hatten:

Angelica Tello, Kindergärtnerin, 25 Jahre

Tarcila Díaz, Vizedirektorin, 24 Jahre

Carolina Roca, Englischlehrerin, 21 Jahre

Pedro Zegarra, Chauffeur, 21 Jahre

Modesto Jibaja, Spanisch- und Geschichtslehrer, 20 Jahre

In den gleichen Monat fiel die Gründung der Vereinigung der ehemaligen Schüler.

 

 

 

 

1969 wurden das Colegio renoviert und die Sekundarschule ausgebaut. Man beschloss aus politischen Gründen, auf den Neubau des Kindergartens zu verzichten.

Ausserdem wurde ein audiovisueller Sprachkurs auf der Primarstufe eingeführt.

Ende 1970 wurde Ulrich Weitnauer für den aus dem Dienst scheidenden Hansruedi Bachmann als Vorsteher der Primarschule gewählt. Im gleichen Jahr stellte die Schulbehörde André Dejardin als Administrator an, der den zurücktretenden Federico Lutz ersetzte.

  Nach 28 Dienstjahren trat Tarcila Díaz 1973 aus dem aktiven Schuldienst zurück. An ihre Stelle wurde Modesto Jibaja berufen, der bereits 24 Jahre im Colegio unterrichtet hatte.

Nach 11 Jahren Deutschunterricht konnte die erste zweisprachige Promotion 1974 aus der Schule entlassen werden.

Im gleichen Jahr starb Alberto Wirz, der während Jahren der Schulkommission als Präsident vorgestanden hatte und Mitbegründer der Schule war.

1975 verlangte das Erziehungsministerium zum ersten Mal, dass jede Schule mindestens 5% Stipendiaten aufzunehmen habe.

Ende Jahr verliess Ulrich Weitnauer die Schule. Sein Posten als Vorsteher der Primarschule blieb vakant.

1976 anerkannte das Erziehungsministerium den Status des Colegio als zweisprachige Schule.

In der Primarschule führten die Lehrer in den ersten drei Klassen einen audiovisuellen Kurs ein. In der Sekundarschule teilte man die Schüler nach ihren Deutschkenntnissen in zwei Klassen pro Stufe ein.

1977 wurde 'Laboral', das heisst Kurse wie Handarbeiten, Keramik, Holzarbeiten, Technisches Zeichnen, Schreibmaschinenschreiben etc., eingeführt.

Nach 24 Jahren Schuldienst verschied Madeleine Dejardin, Gattin des Administrators, die als Französischlehrerin an unserer Schule tätig gewesen war.

 

 

Das Jahr 1978 darf als Jahr der 'Entdeckungsreisen' bezeichnet werden. Zum ersten Mal entdeckte ein Peruaner Lehrer den Heimatkontinent Kolumbus' und die Schweiz. Bis heute werden jährlich die Europareisen unserer Lehrer durch die PROVICEPP (pro Viajes Centro Educativo Particular Pestalozzi), eine Verbindung ehemaliger Lehrer, mit dem Ziel organisiert, treuen Lehrkräften eine Bildungsreise nach Europa zu ermöglichen.

Ausserdem lud das Schulkomitee Vizedirektor Modesto Jibaja, der seit 30 Jahren im Colegio arbeitete, mit seiner Frau zu einem Schweizerbesuch ein.

Im gleichen Jahr wurde das naturwissenschaftliche Schülerlabor, das von der Schweizer Regierung subventioniert worden war und 32 Schülern Platz bietet, eingeweiht.

Der ehemalige Schulpräsident und Mitbegründer des Colegios, Max Zimmermann, verschied 1978.

Auch 1979 war wieder ein Jahr der Neubauten. Die von der Schweiz subventionierten Räume Schreinerei, Küche, Atelier für Keramik und Handarbeiten konnten der Schülerschaft übergeben werden. Dazu wurden zwei Klassenzimmer für die Primarschule erstellt und die restlichen renoviert.

1980 wurde der Gebäudekomplex der Administration erweitert. Die Projekte zur Erstellung der Turnhalle und der Erweiterung der Aula konnten aus finanziellen Gründen jedoch nicht realisiert werden.

Zum ersten Mal nahmen 1981 28 Schüler an den Sprachdiplomprüfungen der Deutschen Kultusministerienkonferenz an der Humboldtschule teil.

Jürg Hunger übernahm die vakant gewesene Stelle des Primarschulkoordinators.

1983 ersetzte Maximo Chumpitaz den in den Ruhestand tretenden Modesto Jibaja als Direktor.

1984 erteilte das Erziehungsministerium dem Colegio Pestalozzi folgende Bewilligungen:

1. Das Colegio Pestalozzi wird offiziell als zweisprachige Schule anerkannt.

Deutsch und Spanisch gelten von nun an als Promotionsfächer.

2. Die Lehrpläne der Primar- und Sekundarschule werden anerkannt. (So konnte man nun auch den Ansprüchen der schweizerischen Aufsichtsbehörde genügen.)

3. Das Kontingent der Schweizer Lehrer darf auf 50% erhöht werden.

1985 wurde zum ersten Mal in der Sekundarschule die Konzentrationswoche durchgeführt. Jeder Schüler konnte aus einem Themenkatalog frei wählen und die ganze Woche mit dem gleichen Lehrer intensiv am Thema arbeiten. Das Projekt war ein Erfolg, so dass die Woche auch heute noch durchgeführt wird. Um den Schülern ein möglichst grosses Fächerangebot anzubieten, werden zusätzliche Experten und Künstler engagiert.

Ebenfalls als Neuheit wurde den austretenden Schülern ermöglicht, in Freiburg (CH) einen Universitätsvorbereitungskurs zu besuchen. Demjenigen, der die Prüfung besteht, ist der Zutritt an die Universitäten der Schweiz erlaubt.  

Um dem Zeitgeist gerecht zu werden, installierte das Colegio einen Computerraum, in dem 16 Schüler gleichzeitig arbeiten können. Der Computerkurs wurde im Stundenplan integriert, so dass sich jeder Schüler ein Basiswissen auf diesem Gebiet aneignen kann.

Im September starb in der Schweiz der ehemalige Direktor Dr. Otto Pfändler.

Dank einer grosszügigen Donation unseres Patronatskantons Thurgau konnten 1986 modernste Wandtafeln Schweizerischer Provenienz angeschafft werden.

1987 besuchten erstmals zwei Vertreter der Thurgauer Regierung unsere Schule. Ihnen unterstehen die Lehrerfortbildung und die Überwachung des Colegio Pestalozzi. Während zwei Wochen besuchten sie die Klassen, inspizierten die Lehrer und erteilten allen Lehrern fachkundige Ratschläge. An den Nachmittagen erteilten sie den Pädagogen Fortbildungskurse.

Als Vorsteher der Primarschule ersetzte Suzanne Spittler Jürg Hunger, und den neugeschaffenen Posten eines Vorstehers der Sekundarschule übernahm Urs Steiner.

Im Schuljahr 1989 präsentierte sich die Schule dank einer grosszügigen Schenkung der Thurgauer Regierung in einem neuen Kleid. Das an der 'Avenida Ricardo Palma' liegende Primarschulgebäude wurde total umgebaut. Der Lärm der Hauptstrasse hatte keinen normalen Unterricht mehr ermöglicht. Hier entstanden eine Bibliothek, ein neues Lehrerzimmer und verschiedene zusätzliche Räume. Die Primarschule konnte am Rande des Sportplatzes vier neue Zimmer in einer ruhigen Zone übernehmen. Auch der Trakt der Sekundarschule wurde den neuen Bedürfnissen angepasst. Im April wurden mit einer denkwürdigen Feier die neuen Lokalitäten in Anwesenheit des Botschafters und Vertretern der Thurgauer Regierung, die zum zweiten Male in Peru weilten, der Schule übergeben.

Leider musste auf Ende des Schuljahres der Busbetrieb eingestellt werden, da die drei überalterten Busse (25 bis 28 Jahre) keine Sicherheit mehr boten. Die Schule verblieb jedoch mit einem Schulbus (Volvo) jüngeren Datums, der es erlaubt, die Schüler zu den verschiedenen Sportanlässen, Museumsbesuchen etc. zu transportieren.

Auf das Schuljahr 1991 kontaktierten wir zwei peruanische Mathematiklehrer der Universitätsstufe, um unseren Schülern der IV. und V. Mittelschulklassen die bestmögliche Vorbereitung auf die Eintrittsprüfungen an den höheren Schulen zu gewährleisten. Mit der gleichen Zielsetzung bieten wir unseren Schülern auch einen freiwilligen Kurs in Logik an. Die ersten Resultate unserer zusätzlichen Leistungen für die Mittelschüler sind viel versprechend für die Zukunft und bedeuten einen grossen Fortschritt unserer Schule.

Um trotz der zahlreichen Stromausfälle einen normalen Schulablauf zu ermöglichen, schaffte das Colegio einen 25 kW Generator an.

Der Kauf eines Kleinbusses im Schuljahr 1992 war eine Notwendigkeit für den erweiterten Sportbetrieb auf der Primarschulstufe. Neben unseren drei Turnlehrern haben wir zusätzlich 8 Sportlehrer der verschiedensten Sportarten unter Vertrag. Die sportlichen Resultate sind erfreulich, und der ganze Sportbetrieb bedeutet für unsere Schüler einen gesunden Ausgleich zu den Schulaufgaben.

 

Dank der grosszügigen Finanzierung unseres Patronatskantons Thurgau konnten wir im Jubiläumsjahr 1993 mit dem Bau der lang erwarteten Turnhalle beginnen.

Dieser Bau wird uns in der Zukunft erlauben, das Angebot an Sportarten noch zu diversifizieren, vor allem auf dem Gebiete der Gymnastik, einer Sportart, die in Peru wegen fehlender Infrastruktur kaum trainiert werden kann.

Im Jubiläumsjahr 1993 zählt die Schule 553 Schüler, wovon 187 einen Schweizerpass besitzen, was einem Anteil von 33.8% entspricht. Von den 55 Lehrern stammen 20 aus der Schweiz. Von den restlichen belegen 17 ein Vollpensum, und 14 sind für einige Stunden angestellt. Im Oktober, anlässlich der 50. Jahrfeier der Schule, wird die neue Turnhalle eingeweiht. Am Festakt werden die Vertreter des Patronaiskantons Thurgau sowie andere Gäste aus der Schweiz, ehemalige Schüler und ehemalige Lehrer teilnehmen.
 

 

Wir werden die Geschichte der Schweizerschule nächstens bis auf die heutige Zeit nachführen.



 
   
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